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Neues aus Marktrodach

Unterrodach

Höhenlage: 328 m ü. NN
Ortsteile: Unterrodach, Ebersmühle, Vogtsmühle, Wichenmühle, Kreuzberg
Gesamtfläche: 549 ha

Die im Gemeindewappen dargestellten Floßhaken versinnbíldlichen die Flößerei, als den traditionellen Erwerbszweig der Bevölkerung, dem hier ein eigenes Spezialmuseum gewidmet ist.

Um 1275 haben die ´von Zeyern´in "Rada" Besitzungen. Es handelt sich hierbei offensichtlich um den Vorläufer des Ortes. Die Ritterfamilie von Redwitz erscheint seit 1371 mit bischöflichem Lehenbesitz um Unterrodach und hat später im Ort ein Rittergut, ein Herrschaftsgericht sowie die Dorf- und Gemeindeherrschaft. 1564 hat Unterrodach 24 Höfe, deren Lehenherren der Bischof von Bamberg, zwei Linien von Redwitz, die Marschalk zu Ebneth, die von Haßlach zu Stockheim sowie die von Zeyern sind.

Oberrodach

Höhenlage: 330 m ü. NN
Ortsteile: Oberrodach, Kreuzmühle, Oberrodacher Mühle
Gesamtfläche: 224 ha

Nach dem ältesten erhaltenen fürstbischöflichen Güterverzeichnis von 1323/28 gehört der Ort zum Gericht Steinach, dem späteren Stadtsteinach, erst im 18. Jhd. kommt er zum Amt Kronach. Grundherrschaftlich überwog trotz der ungewöhnlich großen Zersplitterung der Besitzanteil der Freiherren von Waldenfels. Zu deren Seniorratsverwaltung gehörte mehr als die Hälfte aller Anwesen.

Daher fand im Ortwappen auch das Einhorn als Schildfigur dieses Adelsgeschlechts Aufnahme. Der Bambergische Löwe versinnbildlicht die einst  unangefochtene Dorfherrschaft der Bischöfe von Bamberg. Das gevierte Zollernwappen erinnert daran, dass die Markgrafen von Brandenburg-Bayreuth seit dem 17. Jhd. das halbe, später sogar das ganze Dorf Oberrodach beanspruchte.

Zeyern

Höhenlage: 344 m ü. NN
Ortsteile: Zeyern, Buchschneidmühle, Neuschneidmühle, Wöhrleinsschneidmühle, Zigeunerschneidmühle
Gesamtfläche: 1041 ha

Die gekreuzten Bärentatzen im Ortswappen sind dem Wappen der Herren von Zeyern entnommen, die ihren Namen vom Ort ableiteten und 1513 hier mit einem Sitz erwähnt werden. Das Geschlecht erscheint urkundlich um 1260 und starb 1610 mit Christoph von Zeyern zu Friesen aus. Seine Angehörigen sind insbesondere als Mitstifter und Wohltäter des Bürgerspitals zu Kronach bekannt.
Das Wirtschaftsleben des bis 1803 zur Hauptmannschaft Kronach des Hochstiftes Bamberg gehörigen Ortes war früher maßgeblich durch die Flößerei auf der Rodach und dem Main bestimmt. Darauf bezieht sich der Floßhaken im Wappen.

Seibelsdorf

Höhenlage: 386 m ü. NN
Ortsteile: Seibelsdorf, Mittelberg, Waldbuch, Wurbach
Gesamtfläche: 1060 ha

Nach einer Urkunde von 1126 überträgt ein Adalbert v. Sigiboltestorf, der einem edelfreien Geschlecht zugerechnet wird, im gleichen Ort seine Eigenkirche mit Ausstattung und zwei Höfe an das Kloster Banz. Die Mutter dieses Edelfreien gibt weitere Orte, unter denen das spätere fürstbischöfliche Amt Wallenfels verstanden wird, ebenfalls diesem Kloster. Schon 1361 besitzt der Burggraf von Nürnberg zum Schutze von Streubesitzungen die Burg Mittelberg und bildet darauf ein Amt, dessen Verwaltungssitz später in den Ort Seibelsdorf verlegt wird. Das Marktrecht soll 1523 verliehen worden sein. 1792 wird Seibelsdorf preußische Rentantur und 1803 nach dem Hauptlandesvergleich fällt es an Bayern. Das ehemals fürstbischöfliche Rittergut Seibelsdorf wird nach einem Brand der Gebäude an die bürgerliche Familie Daig verkauft.

Markt Marktrodach

Zum 01. Mai 1978 haben sich die ehemals selbständigen Gemeinden Großvichtach, Seibelsdorf, Oberrodach, Unterrodach und Zeyern unter dem Namen "Markt Marktrodach" zu einem Gemeinwesen zusammengeschlossen, das siedlungsgeschichtlich, wirtschaftlich und auch landschaftlich schon immer eine Einheit bildete.

Im Jahr 1979 wurde vom Gemeinderat die Annahme  eines eigenen Wappen beschlossen. Der Inhalt des Wappens stellt sich wie folgt zusammen:
Die Silber-Schwarz-Vierung im Schildhaupt erinnert an die Markgrafen von Bayreuth und war bereits in den Wappen der in der neuen Gemeinde aufgegangenen Orte Markt Seibelsdorf und Oberrodach enthalten. Sie spricht zugleich für den Gemeindeteil Großvichtach, dessen Einwohner einst ebenfalls Untertanen des hohenzollerschen Amtes Seibelsdorf waren. Aus dem alten Oberrodacher Wappen wurde das Einhorn der Herren von Waldenfels übernommen, da zu deren Senioratsverwaltung einst mehr als die Hälfte aller Anwesen in Oberrodach gehörte. Die beiden Floßhaken versinnbildlichen die Flößerei als traditionellen Erwerbszweig der Bevölkerung; Floßhaken waren bereits in die Wappen der jetzigen Gemeindeteile Unterrodach und Zeyern aufgenommen. Die Farben Silber und Rot sind die Farben Frankens.

Großvichtach

Höhenlage: 350 m ü. NN
Ortsteile: Großvichtach, Kleinvichtach
Gesamtfläche: 343 ha

Im Friedensvertrag zwischen dem Bischof von Bamberg und den Grafen von Orlamünde nach dem Krieg um die sog. Meranische Erbschaft von 1260  werden die Orte Vichtach, Wurbach und Waldbuch  genannt. Die Dörfer Vichtach und Waldbuch sind später im Besitz der zollerischen Burggrafen von Nürnberg und werden 1408 an Ritter Hans von Waldenfels verkauft.

Der Ort hat kein eigenes Wappen.

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