Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen viele Heimatvertriebene, vor allem aus dem Sudetenland, in die damals fas ausschließlich evangelische Gemeinde Oberrodach, um neue Wurzeln zu schlagen. Bereits nach kurzer Zeit wuchs der Wunsch nach einem eigenen Gotteshaus. So wurde 1967 in einer öffentlichen Versammlung dem Bau einer Kirche zugestimmt und dem "kath. Kirchenbauverein Oberrodach, Klein- und Großvichtach" unter dem Vorsitz des damaligen Pfarrers von Zeyern, Herrn Geistlichen Rat Lorenz Batz gegründet. Der finanzielle Grundstein wurde durch Haussammlungen und durch Zuschüsse gelegt. Die Grundsteinlegung erfogte 1969. Dank zahlreicher Spenden und ungezählter freiwilliger Arbeitsstunden konnte das Gotteshaus am 20. September 1970 durch den damaligen Weihbischof Martin Wiesend feierlich eingeweiht werden. Die Kirche "Heilig Kreuz" auf einer sanften Anhöhe am nördlichen Ortsrand gelegen, ist eine Zelldachkonstruktion, die auf starken Stahlbetonmauern ruht. Der Gottesdienstraum ist für ca. 150 Kirchenbesucher angelegt. Die Sakristei wurde seitlich an den Altarraum angebaut. Der freistehende Glockenturm befindet sich rechts vor der Kirche. Das Kreuz als Zeichen der Hoffnung und Auferstehung- das hat der Künstler Alfred Heller aus Bamberg auf wunderbare Weise durch sein Glasmosaik-Fenster in der Nordseite der Kirche zum Ausdruck gebracht. Altarraum und Kirchenschiff wurden bewusst schlicht gehalten. Der Bildhauer Heinrich Schreiber aus Kronach hat den Tischaltar aus Sandstein geschaffen, ebenfalls den Tabernakel. Der Kreuzweg ist ein Geschenk der Pfarrei Ägidius zu Gunzendorf. In den 80er Jahren wurde der Altarraum durch ein Holzkreuz mit der Schmerzensmutter, sowie duch Statuen des hl. Josef, der hl. Barbara und zwei Engel rechts und links vom Kreuz ergänzt. Heilig Kreuz, ein Ort der Stille und der Begegnung mit Gott.